Rechte: Mitbestimmung
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Was die Mitbestimmung im Rechtemodell ist
Ist die Mitbestimmung eingeschaltet, werden bestimmte Änderungen zu Anträgen: ein zustimmungspflichtiges Recht in einer Rolle anhaken, eine Feedback-Regel ändern, bestimmte Konto-Rechte entziehen. Der Antrag wartet, bis das Gremium entscheidet. Die drei Rechte in diesem Bereich regeln, wer diese Anträge sieht, wer darüber entscheidet und wer das Protokoll liest. Keines davon zeigt Personendaten: Das Gremium prüft Regeln, nicht Menschen.

Zwei Bedingungen vor allen drei Rechten
- Vertrag. Mitbestimmung gibt es nur im Enterprise-Vertrag. Ohne ihn fehlt der Bereich in den Einstellungen für alle außer Admins, die ihn als Vorschau sehen.
- Eingeschaltet. Unter Workspace-Einstellungen › Mitbestimmung steht der Schalter. Ist er aus, gibt es keinen Menüpunkt und keine Anträge. Die drei Rechte bewirken dann nichts, auch bei Admins.
Der Menüpunkt in der Seitenleiste trägt den Namen, den der Workspace dem Gremium gibt, etwa „Betriebsrat“. Er erscheint für jede Person, die eines der drei Rechte oder das Recht für die Mitbestimmungs-Einstellungen hält.

Betriebsrat-App öffnen
codetermination.view. Die Person sieht alle Anträge, die Gespräche dazu und das Protokoll, und kann mitschreiben, ohne Stimme. Für Admins und alle, die Anträge stellen, ist das der Ort, an dem steht, was aus einem Antrag geworden ist.
- Ohne das Recht. Der Menüpunkt fehlt. Wer die Adresse kennt, liest, dass der Zugriff fehlt. Wer einen Antrag gestellt hat, erfährt die Entscheidung dann nur über die Benachrichtigung.
- Wirkt nur, wenn. Vertrag und Schalter stimmen. Dasselbe Lesen erlauben auch die beiden anderen Rechte und das Recht für die Mitbestimmungs-Einstellungen; jedes der vier reicht.
- Standard. Nur Admin. Die Vorlage Personalentwicklung hat es nicht; wer HR mitlesen lassen will, hakt es dort an.
- Mitbestimmung. In der Vorauswahl: Wer mitlesen darf, braucht die Zustimmung des Gremiums.
Anträge genehmigen oder ablehnen
codetermination.review. Das Recht des Gremiums. Es öffnet die App wie das erste Recht. Die Entscheidung über einen Antrag hängt aber nicht an diesem Haken, sondern an der Besetzung des Gremiums: Abstimmen kann, wer unter Mitbestimmung als Mitglied eingetragen ist, die Entscheidungsbefugnis hat und seinen Sitz bestätigt hat. Wer selbst Gegenstand oder Steller des Antrags ist, stimmt nicht mit, es sei denn, niemand anders bleibt übrig.
- Ohne das Recht. Die Person kommt nicht in die App, es sei denn, sie hält eines der anderen Rechte.
- Wirkt nur, wenn. Die Person im Gremium sitzt. Das Recht allein gibt keine Stimme.
- Wie es vergeben wird. Nie von Hand. Die Rolle Betriebsrat entsteht mit dem Einschalten der Mitbestimmung, trägt dieses Recht und das Protokoll-Recht, und gilt automatisch für jedes bestätigte Mitglied des Gremiums. Im Rollen-Editor ist die Rolle gesperrt mit „Für die Prüfrolle gesperrt“, in der Zuweisung steht „über Mitbestimmung besetzt“. Für alle anderen Rollen ist der Haken gesperrt mit „Hast du selbst nicht“, denn niemand außer dem Gremium hat das Recht. Workspace-Admin fehlt es ausdrücklich: Sonst entschiede die verwaltende Seite über ihre eigenen Anträge.
- Standard. Nur die Rolle Betriebsrat.
- Mitbestimmung. In der Vorauswahl.

Protokoll und Anträge lesen
audit.read. Die Person liest, wer wann welche Regel geändert hat, dazu jeden Antrag und jede Entscheidung, und das Export-Protokoll des Skills Hub. Ohne Zugriff auf die Daten selbst.
- Ohne das Recht. Das Protokoll in der Betriebsrat-App fehlt; die Anträge sieht die Person nur mit einem der anderen Rechte.
- Wirkt nur, wenn. Vertrag und Schalter stimmen. Das Protokoll liest auch, wer das Recht für die Mitbestimmungs-Einstellungen hält.
- Standard. Admin und die Rolle Betriebsrat.
- Mitbestimmung. In der Vorauswahl.
Wer was darf
| Betriebsrat-App öffnen | Anträge entscheiden | Protokoll lesen | Regeln ändern | |
|---|---|---|---|---|
| Mitglied des Gremiums, bestätigt | ja | ja | ja | nein |
| Workspace-Admin | ja | nie | ja | ja |
| Personalentwicklung | nein | nein | nein | nein |
| Rolle mit „Betriebsrat-App öffnen“ | ja | nein | nur die Anträge | nein |
„Regeln ändern“ heißt: die Mitbestimmung einrichten, das Gremium besetzen, Themen wählen. Das ist das Recht Einstellungen öffnen · Mitbestimmung aus dem Bereich Verwaltung. Wer es hat, stellt damit Anträge, entscheidet aber nicht.

Beispiel
Nordwind schaltet die Mitbestimmung ein. Robert benennt das Gremium „Betriebsrat“ und trägt Paul Weber und Sarah Winter als entscheidungsberechtigte Mitglieder ein; beide bestätigen ihren Sitz. Von diesem Moment an halten sie die Rolle Betriebsrat, ohne dass jemand sie zuweist. Unter Prüfen steht bei Paul „Anträge genehmigen oder ablehnen“ aus Betriebsrat. Julia will der Rolle Bereichsleitung „Mapping aller Personen im Workspace sehen“ geben. Weil das Recht in der Vorauswahl steht, wird daraus ein Antrag mit ihrer Begründung. Julia sieht den Antrag danach nicht mehr, denn Personalentwicklung darf die App nicht öffnen; sie erfährt die Entscheidung über die Benachrichtigung. Robert liest den Antrag in der App mit, kann aber nicht abstimmen. Paul lehnt ab und schreibt, warum. Robert verlangt daraufhin, selbst entscheiden zu dürfen, und stößt auf die Grenze: Das Recht kann niemand vergeben, auch er nicht.
Geprüft mit Version 0.6.0 · 21.10.2026



